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Schnecken als lebende 3D-Drucker: freie Formen für die Architektur von morgen

Christoph Allgaier, Benjamin Felbrich, Frederik Wulle, Emna Khechine, James H. Nebelsick, Achim Menges, Günter Reiter, Renate Reiter, Armin Lechler, Alexander Verl, Karl-Heinz Wurst. Baubionik – Biologie beflügelt Architektur, Publisher: Naturkundemuseum Stuttgart 2017

Schneckenschalen gehören zu den faszinierendsten Bauwerken im Tierreich. Die Formen- und Strukturvielfalt der Gehäuse ist erstaunlich. Dabei ist der Weichkörper des Tieres in der Lage, einen Materialverbund von hoher Festigkeit zu erzeugen, in einem Bildungsprozess, der sich evolutionär über Jahrmillionen entwickelt hat und hervorragend für eine kontinuierliche Gehäusebildung geeignet ist. Trotz der unterschiedlichen Formgebung bei den einzelnen Arten und der ungeheuren Vielfalt liegt allen der gleiche Bauprozess zugrunde, der auf einem additiven Verfahren beruht. Über die gesamte Wachstumsphase einer Schnecke betrachtet, ist der Vorgang vergleichbar mit einem kontinuierlichen 3D-Druckverfahren. Das Material aus der Drüsenzone wird dabei nicht, wie bei additiven Druckverfahren üblich, stapelweise angefügt, sondern abschnittsweise entlang der Form. Das verspricht spannende Innovationen für Produktionstechnologien.

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